BUDO


Wenn davon ausgegangen wird, dass BUDO der Überbegriff für die verschiedensten japanischen Kampfkunstarten (KARATE, JU-JUTSU, JUDO, AIKIDO usw.) ist, zeugt dies von einem grossen Missverständnis, ja sogar Unverständnis der Ideologie und des Wesens von BUDO.

Mein Lehrer Daniel Ryter SENSEI sagte einmal zu mir:

„Mit dem Wort BUDO wird in der heutigen Zeit zu leichtfertig umgegangen. Wer von BUDO spricht muss die Bereitschaft haben zu jeder Zeit an jedem Ort sterben zu können!“

Diese Aussage widerspiegelt die Urform des BUDO und die Wurzeln aller japanischen Kampfkünste. Deshalb sehe ich in der Übersetzung von BUDO: der Weg um den Kampf zu beenden zwei gleichwertige Betrachtungsweisen:

 

Die technische Betrachtungsweise

Innerhalb der Technik geht es nicht darum zu kämpfen, sondern den Kampf zu beenden. Daraus resultierte eine Ernsthaftigkeit in den gelernten Bewegungsabläufen, welche uns zu dem unausweichlichen des menschlichen Lebens führt, nämlich zur Auseinandersetzung mit dem  Tod. Ein solches Üben kann nur auf der Basis von Demut und Vertrauen erbracht werden, sowie einem hohen Mass an Kontrolle und Friedfertigkeit.

 

Die philosophische Betrachtungsweise

Die Beendigung der Lebenskämpfe ist das hohe Ziel. Damit verbunden sind die Überwindung von Ängsten die uns im Leben zurückhalten oder stark beeinträchtigen.

Nach der BUDO Psychologie ist unsere grösste Angst die vor dem eigenen Tode. Im Leben überdecken wir diese mit unseren „kleinen Ängsten“. Die Kampfkünste dienen dazu, sich auch mit diesen Thematiken auseinanderzusetzen.

 


Die 6. Wesenselente des BUDO

Diese Wesenselemente sollte die Kampfkunst binhalten, wenn man Ansatzweise dem BUDO gerecht werden möchte:

  • Ein spezieller Übungsraum,
  • Regeln,
  • der Kampf,
  • Lehrer-Schülerbeziehung,
  • eine Weglehre,
  • Spiritulität!